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André Derain

Chatou bei Paris 1880 - Garches/Seine-et-Oise 1954


André Derain erhält bereits im Alter von fünfzehn Jahren seine ersten Lektionen in Malerei bei seinem Freund La Noé. In dieser Zeit entstehen erste Landschaften. Von 1898 bis 1900 besucht Derain die Académie Carrière in Paris und arbeitet zur gleichen Zeit mit Matisse und Vlaminck in einem Atelier. Diese Künstler werden zu entscheidenden Weggefährten. Durch einen dreijährigen Militärdienst wird Derains Studium der Malerei unterbrochen. Danach setzt der Künstler seine Ausbildung an der Académie Julian fort.Meyboden Den Sommer 1905 verbringt Derain mit Matisse in Collioure und stellt noch im selben Jahr im Pariser "Salon d'Automne" seine fauvistischen Bilder aus. Nachdem der Maler 1908 mehrere Monate mit Picasso in Avignon verbringt, gerät Derain unter den Einfluss des Kubismus.
An der Ausstellung der "Neuen Künstlervereinigung" nimmt Derain 1910 in München teil, ein Jahr später ebenso an der Ausstellung des "Blauen Reiters". 1912 beginnt die "période gothique" in Derains künstlerischem Schaffen. In dieser Zeit malt der Künstler seine eigenwilligsten Bilder.
1913 werden sie auf der "Armory Show" in New York und auf dem "Ersten Herbstsalon" in Berlin gezeigt. Derain hält sich in den zwanziger Jahren vorwiegend in Südfrankreich auf. Dies ist die Entstehungszeit seiner berühmten Pierrot- und Harlekinbilder sowie der zahlreichen Tänzerinnen.
1928 wird André Derain mit dem Carnegie Preis, dessen Verleihung mit einer großen Ausstellung verbunden ist, in London geehrt. In den folgenden zwei Jahren hat Derain weitere bedeutende Ausstellungen in Berlin, Paris, New York und Brüssel.
Die Kunsthalle Bern organisiert 1935 die erste große Retrospektive seines Werkes. Im gleichen Jahr lässt André Derain sich in Chambourcy nieder. In den dreißiger Jahren erhält der Künstler zahlreiche Aufträge von der Pariser Oper für Kostüme und Dekorationen, außerdem illustriert er 1932 die "Heroides von Ovid" und 1938 die "Salome" von Oscar Wilde. Ein Jahr zuvor, 1937, nimmt er an der Retrospektivausstellung der "Indépendants" in Paris teil. Anfang der vierziger Jahren arbeitet Derain hauptsächlich in Donnemarie und kehrt nach der Befreiung von der deutschen Besatzung 1944 wieder nach Chambourcy zurück.
1950 entstehen Illustrationen für die Werke von Saint Exupéry und für die "Contes et Nouvelles" von La Fontaine. In den folgenden Jahren schafft der Künstler ein umfangreiches skulpturales Werk. André Derain entwirft ein Jahr vor seinem Tod noch die Ausstattung für die Oper "Der Barbier von Sevilla", doch erkrankt er dann plötzlich an einem Augenleiden. Derain stirbt, obwohl er sich langsam erholt, 1954 durch einen Autounfall. Zuletzt wird sein Oeuvre 1994 in einer großen Retrospektive im Musée d'Art Moderne, Paris, gewürdigt.


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